E-Books gehören zu den neuzeitlichen Phänomen welche Verlage als Rettungsanker gebrauchen um ihre Existenzberechtigung zu bewahren. Ich persönlich halte auch gerne nach wie vor so ein „echtes Buch“ in den Händen. Die E-Tint-Technologie mag viele Vorteile bieten, wie z.B. den hohen Darstellungskontrast, einen geringen Energiebedarf und tolle Portabilität, allerdings überwiegen aus meiner Sicht noch die Schwächen, z.B. keine ausgereifte Darstellung von Bilddaten.
Eine etwas anderen Weg, nämlich seine Bibliothek zumindest auch außerhalb von zuhause nutzen zu können, beschreitet Galileo Press mit einem neuen Angebot namens booksonline.
Bei Erwerb eines Druckexemplars direkt auf der Website von Galileo Press bietet der Verlag gegen einen Aufpreis an, den erworbenen Titel ebenfalls in der eigenen Bibliothek von booksonline zur Verfügung zu stellen. Optional ist es auch möglich, nur das Online-Exemplar zu erwerben und über die Website von booksonline zu lesen.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Um nur kurz etwas nachzuschlagen, braucht niemand mehr das Buch überall mit sich herumzutragen; ein Endgerät mit einem vernünftigen dimensionierten Screen sowie verfügbaren Internetzugang vorausgesetzt.
Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, der Online-Titel steht ausschließlich über das Galileo Press-Angebot zur Verfügung. Ein Download oder das Sichern auf einer Festplatte ist nicht. Ebenso ist nur das Drucken der jeweils angezeigten Buchseite möglich.
Und damit, so muss ich leider sagen, ist das Angebot für mich uninteressant. Interessant wäre ein optionales PDF Exemplar, welches gegen einen vielleicht auch höheren Aufpreis optional zu einem Druckexemplar eines Buches erworben werden kann. Auch einzeln, ohne entsprechendes Hardcover im Schrank, wäre diese Möglichkeit für Nachschlagewerke interessant gewesen.
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Ich empfinde das Angebot auch eher als untoll. Die Bücher sind eh schon alles andere als günstig, einen Aufpreis würde ich keinesfalls bezahlen — erst recht nicht für eine Version, über die ich gar nicht tatsächlich verfügen kann. Mein Gegenvorschlag: Sie sollten alle Bücher kostenlos zur Einsicht in ihr Online-Dingsda stellen und sich einen fairen Tarif für eine (auch unabhängig von der Totholzvariante erhältlichen) PDF-Version ausdenken.