Den Austausch und das Feedback in der Session empfand ich als äußerst inspirierend. Daher gilt mein Dank den Teilnehmern.
Die kurze Vorstellung der „Lego-Methode“ im Rahmen eines UCD-Workshops sorgte verständlicherweise für ein wenig Verwirrung, und man hätte sicherlich fast allein mit diesem Thema gut eine halbe Stunde füllen können. Daher möchte ich gern an dieser Stelle noch einmal ausführlicher darauf eingehen. Aufgrund entsprechender Vereinbarungen, kann ich leider nur in einem gewissen Rahmen die näheren Umstände erläutern:
Die 24 Workshop-Teilnehmer sind Vertragspartner, oder Mitarbeiter eines Vertragspartner des Klienten, der in einem geschlossenen Bereich seines Portals, priorisierte aktuelle Informationen und Daten über entsprechende Angebote für seine Vertragspartner bereithält. Die Vertragspartner treten dabei als Verkäufer gegenüber dem Endkunden auf.
Für den Workshop wurde dabei ein möglichst repräsentativer Querschnitt der Vertragspartner gebildet. Die vierundzwanzig Teilnehmer wurden aus einem Pool von Freiwilligen ermittelt. Dabei ergab sich ein Verhältnis von 1:3 von männlichen zu weiblichen Teilnehmern, mit einem Alter von 19 bis 56 Jahren.
Für den eigentlichen UCD-Workshop wurden sechs Gruppen gebildet. Zwölf Teilnehmer wurden dazu aufgerufen, ein Web-GUI auf Basis von klassischem Paper-Prototyping nach ihren wünschen und Vorstellungen zu entwickeln.
Die übrigen zwölf Teilnehmer erhielten getrennt von der anderen Gruppe die gleiche Aufgabenstellung, bekamen als Arbeitsmaterial allerdings unterschiedlich große und in der Form variierende Lego-Spielsteine in den Farben schwarz, weiß, grün, blau, gelb und rot. Als Basis konnten die drei Gruppen jeweils mehrere miteinander verbundene Grundplatten nutzen, die bei einer länge von ca. 150cm × 80cm in etwa einem überdimensionierten Viewport entsprachen. Die Teilnehmer erhielten sonst keinerlei Vorgaben.
Die Aufgabe erstreckte sich über einen Zeitraum von insgesamt 5 Stunden, unterbrochen durch drei Pausen.
Die drei Gruppen, die sich mit dem Paper-Prototyping beschäftigten, kamen in der erste Stunde deutlich zügiger zu ersten Resultaten. Die drei Gruppen, die mit der „Lego-Aufgabe“ beschäftigt waren, benötigten zu Beginn deutlich mehr Zeit, entwickelten im weiteren Verlauf aber eine hohe Motivation und deutlich erkennbar großen Spaß an der Aufgabe.
Die Endresultate waren bei allen Gruppen ähnlich gut verwertbar, unabhängig von den Arbeitsmitteln.
Die Mehrzahl der Teilnehmer die mit den Legosteinen arbeiteten, gaben in der angeschlossenen Feedback-Runde zu erkennen, dass sie viel Spaß an dieser Methode hatten. Geschlechterübergreifend wurden als Gründe u.a. genannt, das sie laut eigener Aussage nicht gerne oder gut Zeichnen könnten, oder handwerklich nicht sehr geschickt seien.
