Zwar ist „The Smashing Book“ schon im Dezember erschienen, aber leider bin ich erst in den letzten Wochen dazu gekommen, mich mit dem Buch näher zu beschäftigen.
Ebenso wie die Artikel im Smashing Magazine sind auch die Kapitel im Buch englischsprachig verfasst. Sehr angenehm lesbar, sachlich und verständlich geschrieben. Wer nicht mit Englisch als Muttersprache ausgestattet ist und zum Vergleich auch „Designing With Web Standards“ von Jeffrey Zeldman gelesen hat, wird dankbar dafür sein. Sehr positiv zu bewerten ist auch, dass nicht einfach nur eine Auswahl aus Blogartikeln im Buch zusammengefasst wurde, sondern die Kapitel und Autoren eigens für „The Smashing Book“ sinnbildlich handverlesen wurden.
Sämtliche Kapitel sind durchweg praxisorientiert und kurzweilig geschrieben, wenn auch teilweise etwas zu kurz geraten. Hin und wider wünscht man sich mehr Hintergrundinformationen und Verweise auf weiterführende Literatur bzw. Quellen. Die einzelnen Kapitel behandeln unterschiedliche Themen, daher ist man beim Lesen auch nicht auf eine strikte Reihenfolge angewiesen sondern kann zwischen den Themen springen. Behandelt werden in den Kapiteln u.a. User Interface Design, Usability, CSS, Typografie, Farbtheorie, Performance Optimierung, Conversation Rates und Markenbildung. Drüber hinaus bietet das Buch ein, aus meiner Sicht im positiven Sinn, herausragendes Fragen– und Antworten-Kapitel namens „Learning from Experts“.
Die Frage, an wen sich dieses Buch nun richtet, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Ambitionierte, freie Entwickler oder Designer werden ebenso fündig wie Marktneulinge, die bereits erste Erfahrungen sammeln konnten. Für absolute Neueinsteiger ist es eher ungeeignet, da die Terminologie der einzelnen Kapitel doch ein gewisses Basiswissen voraussetzt.
Fazit: Als überraschend positiv empfinde ich die durchweg hohe Qualität des Inhalts. Kein einziges Kapitel würde ich als deplatziert betrachten, die Auswahl der Autoren ist damit mehr als gerechtfertigt. Wie bereits weiter oben erwähnt, fehlt es an weiterführenden Verweisen. Das in der Kürze die Würze liegt mag häufig stimmen, aber gerade wenn man in einem Themenbereich selbst spezialisiert ist, fragt man sich nach dem Lesen des relevanten Kapitel schon, ob das jetzt wirklich schon alles war. Ich würde „The Smashing Book“ eher als Leitfaden sehen. Aber in diesem Sinn erfüllt das Buch einen sehr guten Auftrag.
Am Satzspiegel und Druck gibt es nichts zu meckern. Das Buch ist durchweg farbig gedruckt und mit Screenshots und anderen Grafiken bereichert. Die Bindung ist (wortwörtlich zu verstehen) etwas anstrengend beim Lesen.
The Smashing Book
- 23,90 €
- Englischsprachig
- 313 Seiten
- Bezug direkt über Smashing Magazine
Popularity: 22% [?]



